20. - 21.05.2023

10 -19 Uhr

"Die Reiterei nach altem Mythos und
ihre Interpretation in heutiger Zeit“

Feines Reiten & fairer Umgang mit dem Pferd

An 2 Tagen veranstaltet RIESER Sattel ein besonderes Event rund um das Thema Tradition & Buckaroo/Vaquero am Hackamore Stable. Zu den einzelnen Demonstrationen und Reitvorführungen gibt es als weiteres Highlight einen Handwerkermarkt mit Ausstellern, die sich der Tradition verschrieben haben und auf den BUCKAROO DAYS ihr Handwerk vorstellen.

Unsere Idee

Nur die Besten ...

Immer mehr Reiter & Reiterinnen interessieren sich für die Reiterei der Buckaroos/Vaqueros. Es ist sehr schwierig sich auf dem Markt zu orientieren und qualitativ hochwertige Anregungen zu diesem Thema zu erlangen. Aus diesem Grund haben wir die Veranstaltung BUCKAROO DAYS ins Leben gerufen. Um Bosal, Snaffle Bit oder Spade Bit ranken sich viele Mythen. Wir möchten mehr Klarheit in diesen Thematiken schaffen und auch mit Folgeveranstaltungen gezielte und verständliche Informationen zu dieser alten Reiterei weitergeben.

Unser Ziel ist es Ihnen Spaß & Freude mit Ihrem Pferd zu vermitteln.

Wir möchten Ihnen in erster Linie das Reiten und Anwendungen praktisch demonstrieren – daher "Back to the roots".

Wir freuen uns sehr auf diese ganz besondere Veranstaltung.

 

... sind dabei!

Alle Aussteller haben sich allesamt der Handwerkskunst rund um die Reiterei verschrieben. Ihrer Leidenschaft und Begeisterung folgend, haben sie viel Eigeninitiative aufgebracht, um diesen Spirit wieder zu beleben. Zum Teil haben sie noch bei namhaften Horsemen & Handwerkern Inspirationen erhalten können und dieses alte Wissen & Können wieder nach Europa zurückgebracht.

Wir Aussteller

Bärti Frunz

Rawhide Braider

Während eines Besuchs in Kanada 1994 habe ich den ersten Kontakt zum Flechten mit Nick Reinhardt, einem angesehenen Buckaroo & HorseMan, erleben dürfen. Dies änderte meinen Lebensweg nachhaltig in eine neue Ausrichtung. Als erstes lehrte er mich viele verschiedene Techniken, die mich auf meinem Weg zum traditionell kalifornische Rohhautflechter begleiten sollten, an einer Reitpeitsche ( Quirt).

Klaus Inderfurth

Der Hutmacher

Im Jahr 2001 gründete ich Montana Beaverhats. Seitdem fertige ich maß- und handgefertigte Hüte nach Kundenwunsch. Ich verwende grundsätzlich nur reine Haarfilze bester Qualität, in 50 % Biber / 50 % Kaninchen oder 100 % Biber. Jedes Modell ist in verschiedenen Farben, Farbkombination und in jeder Größe machbar.

Auf einigen, wenigen Veranstaltungen stelle ich meine Hüte aus. Wer Interesse an einem Hut hat, kann sich dort oder bei einem Termin auf unserer Ranch, der Copper Mountain Ranch, von der Qualität und der Verarbeitung überzeugen. Ich messe gerne unverbindlich die Kopfgröße, nehme mit dem Comformateur die Kopfform ab und übertrage diese mit dem Formillion auf den Hut, dieses sind alte Werkzeuge aus dem 18. Jh.. Seit 2019 besteht besteht die Option, daß ich ein Mess-Set zuschicke, um Kopfgröße und Kopfform zu ermitteln.

Jeder Hut wird von mir von Hand gefertigt. Der Rohling wird unter Dampf auf einen Holzblock gezogen und in mehreren Vorgängen geschliffen, um eine glatte Oberfläche und ein seidenweiches Finish zu schaffen. Das Schweißband aus Kalbsleder wird auf die richtige Länge geschnitten, mit dem Namen des Besitzers versehen und von Hand eingenäht. Auf Wunsch kann die Krempe mit einem Ripsband eingefasst werden, welches sie schützt.

Zusätzlich versehe ich meine Hüte grundsätzlich mit einer Pencilcurl, das ist eine mehr oder weniger starke Aufrollung des Krempenrandes. Die Pencilcurl stabilisiert die Krempe. Als Hutband kann man zwischen Ripsband, Leder oder Pferdehaar wählen.

Hutformen, in die der Hut gepresst wird, findet man bei mir nicht. Ich forme jeden Hut von Hand und jeder Kunde kann seine individuellen Wünsche einbringen. Kopfform und Größe werden archiviert, so dass bei einer Nachbestellung oder Aufarbeitung ein Messen nicht mehr nötig ist.

Kathrin Weidner

Ranch Wear

Für unseren kleinen Shop „Copper Mountain Horsemen’s Store“ kauften Klaus und ich Ranchbekleidung in den USA ein. Da die meisten Hersteller Natur- durch Kunstfasern ersetzt haben, verwirklichten wir uns 2016 den Traum einer eigenen Bekleidungskollektion, die ökologisch nachhaltig, funktional, hochwertig und individuell sein sollte und gründeten das slow fashion Label „2K Ranch Wear“. Oberste Priorität hat die ausschließliche Verwendung von Naturfasern, eine hohe Funktionalität und ein stilvoller, möglichst authentischer Schnitt. Neben der Bekleidung fertige ich seit 2012 geflochtene mecates und reins und seit 2013 auch cinches aus 100% Alpaka.

Christoph Rieser

Sattler & Goldschmied

Von Kindesbeinen bis zur heutigen Zeit mit Pferden verbunden, fing ich schon während der Lehre zum Kunst- und Goldschmied an Leder zu verarbeiten. Bald entstanden die ersten Sättel für den eigenen Gebrauch.

Andreas Winkelhahn

Roper

Ich komme aus dem schönen Weserbergland und gehöre zu den glücklichen Menschen, die mit Pferde aufwachsen konnten. Ungefähr 1995 bin ich zum Roping gekommen. Seit dem hat es mich nicht mehr losgelassen und meine reiterliche Weiterbildung& Entwicklung stark beeinflusst. Seit Ende 2009 baue ich meine eigenen Gebisse. Hier liegt der Schwerpunkt in den traditionellen, altkalifornischen Bits.

Maria Schmidt

Hitcherin

Ponys im Garten, Haare flechten und daraus Armbändchen machen – was will ein kleines Mädchen mehr?
Nach ein paar Jahren in Ecuador hat dann der Farb- und Musterrausch seinen Anfang genommen und es gab bald keine Flechttechnik, die mich nicht interessiert hätte!
1989 habe ich dann die ultimative Chance für mich beim Schopf gepackt und konnte in Boulder, Colorado einem Cowboy wie in der alten Zeit über die Schulter schauen, ihm „Löcher in den Bauch fragen“ und all sein Wissen aufsaugen.
Die Kombination von Kunsthandwerk und Pferd hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.
Anfang der 90 er Jahre - lange vor Webrecherche und Google - hat die Zeit des Übens, Vertiefens, Aufschreibens und schließlich des Lehrens begonnen. Hitchen war zu meiner Anfangszeit fast ausgestorben. Die wenigen Handwerker haben entweder sehr, sehr weit verstreut oder - ganz im Gegenteil- auf ganz engem Raum hinter verschlossenen Türen, im Gefängnis, gelebt.
Dank der rasanten technischen Entwicklung von Digitalkameras, Grafikprogrammen und leistungsstarken PC´s gibt es unglaubliche Erleichterung in der Dokumentation von bisher nur mündlich überlieferten Techniken und auch einen völlig neuen Austausch unter den Handwerkern.
Es war mir eine besondere Freude durch Kurse und eine schriftliche Anleitung zum Selbstlernen eine fast verlorene Technik in Europa fest verankert zu haben. Viele, viele extrem motivierte HitcherInnen sind aktiv und bis heute mit immer neuen tollen Werken zu sehen. Je mehr interessierte Menschen sich diesem Material und dieser Technik zugewendet haben, desto mehr wunderbare Anwendungsbeispiele sind entstanden: Zäume für Pferde, Halsbänder für Hunde, Gürtel, Hutbänder, Schmuck, Körbchen, Handtaschen und vieles, vieles mehr… .

Aber nicht nur das Hitchen und Flechten mit Pferdehaar hat sich thematisch erweitert, auch die Menschen, die sich dafür interessieren werden immer „bunter“. Inzwischen gibt es Anhänger von Finnland bis Portugal, es gibt einsame Hitcher auf kleinen schwedischen Inseln ebenso wie ganze „Hitchergruppen“, die sich regelmäßig zum Austausch treffen!
Während sich in den Anfangsjahren ausschließlich Pferdenarren von diesem Handwerk angesprochen gefühlt haben, interessieren sich heute auch Schmuckdesigner, Weber, Täschner, freie Künstler und die Fach(hoch)schulen für Textildesign.

Zur Verbreitung dieser wunderbaren Arbeit haben auch maßgeblich meine Sattlerfreunde beigetragen, in dem sie mir ein Plätzchen auf Messen im In- und Ausland freigehalten haben. Meinen tiefen Dank für dieses Vertrauen, die Großzügigkeit und die immer tolle, kreative Zusammenarbeit!

2016 kam dann mit der Veröffentlichung von „Horsehair bridles“ endlich ein erster, toller, umfassender und spektakulärer Bildband von Ned und Jody Martin rund um gehitchte Zaumzeuge auf den Markt. Ich hatte die Freude meine Rechercheergebnisse beizutragen und den transkontinentalen Austausch anzukurbeln. Haararbeiten haben in vielen Ländern über Jahrhunderte große Wechsel in ihrer Beachtung hinnehmen müssen – mal waren sie der letzte Schrei und ein absolutes Muss in ihrer Zeit, mal sind sie fast völlig in Vergessenheit geraten.

Menschen scheinen zu allen Zeiten sowohl menschliches als auch tierisches Haar praktisch und künstlerisch verarbeitet zu haben. Die Faszination, die von diesem speziellen Material ausgeht, scheint etwas Ewiges zu haben.

Kurz und gut – Haare sind stur, fest, weich, glatt, besonders… toll!

Werner Steckelbruck

Boot & Saddlemaker

Ich bin Sattlermeister und habe 1989 zusammen mit meiner Frau Jeannette die Triple Horn Saddlery in Deutschland gegründet. Aufgewachsen bin ich in einer pferdeverrückten Familie, die schon seit 1880 in mehreren Generationen Reitsportsattlereien führte. Mit 15 habe ich meine Lehre als Sattler im Betrieb meines Großvaters begonnen, wobei ich gleichzeitig auch Reiten lernte. Was sich so für einen Reitsportsattler gehört, meinte damals meine Großmutter.

Nach abgeschlossener Lehre und Bundeswehr fing ich bei der renommierten Fa. Stübben in Krefeld an und lernte edle Englischsättel zu fertigen. Meine Zeit dort schloss ich mit der erfolgreichen Meisterprüfung ab.

Zu dieser Zeit steckte das Westernreiten noch in Kinderschuhen und wurde von den meisten Klassischreitern milde belächelt, was meinen Onkel nicht davon abhielt, auf Western umzusteigen. So begann ich die Ausrüstung und den Sattel fasziniert zu betrachten.

Wie so etwas gefertigt wird, kann man nur von Profis lernen und nicht aus Büchern oder wie heute auf Youtube. Auf einer USA Reise in Las Vegas traf ich Ed Mathieus, einen Sattlermeister bei Billy Cook, der mich einlud bei ihm den Sattelbau zu lernen. Daraus entstand eine echte Freundschaft und ich blieb mehrere Male in den USA. Hieraus gründete sich die Triple Horn Saddlery - seit nunmehr  33 Jahren.

Vor 15 Jahren wollte ich meine eigenen Boots fertigen, da mittlerweile eine Ikone des Cowboys - die Westernboots - in China mit teils sehr billigen Materialien gefertigt wurden. Dies habe ich später feststellen müssen.

Also genau wie bei den Sätteln fragt man am besten jemanden der Ahnung davon hat. Das war in diesem Fall Tex Robin in Abilene Texas, einem der 10 besten Bootmaker in den USA, der noch bis zu diesem Zeitpunkt Kurse gab. Dort lernte ich die Basics des Bootmaking: das Messen und das Preparieren des Leistens, Topstitching sowie den kompletten Zusammenbau.

In Abilene gab es auch den Bootmaker Brian Thomas, der mich immer wieder mal mit alten Leisten aus den 50-60er Jahren versorgte und mir hilfreiche Tips gab. Im Übrigen sind die amerikanischen Handwerker immer gerne bereit einem zu helfen, was mich bis heute sehr beeindruckt.

Das Anfertigen von Boots sollte eigentlich ein Hobby für mich bleiben. Kurz darauf kamen aber die ersten Anfragen nach Custom Boots und daraus ist das Label "Cowboys Lost World" entstanden unter dem wir bis heute Boots nach Kundenwunsch in alter Tradition der Bootmaker herstellen. Seit mehr als 10 Jahren sind wir in Spanien im Raum Alicante beheimatet und haben gute Kontakte zu Leistenherstellern und Lederlieferanten, da Alicante das Zentrum der Schuhfertigung in Spanien ist.

2019 war es dann soweit: der letzte Schritt zur Auswanderung nach Spanien, der logische Schritt. Die freundlichen Menschen und die Lebensart waren neben dem schönen Wetter wohl auch mit ein Entscheidungsgrund.

Da ein Saddle und Bootmaker nie in Rente geht, wird unsere Sattlerei auch weiterhin bestehen –  einfach weil es uns viel Freude macht schöne Dinge aus Leder zu fertigen!

 

Werner & Jeannette

Unser Programm

Samstag, der 20.05.2023

Sonntag, der 21.05.2023

Dein Benefit?

An 2 Tage auf den BUCKAROO DAYS gibt es ein volles Programm an Vorträgen, Demonstrationen, Workshops, Austausch und Unterhaltung mit Themen, die wir lieben und mit denen wir uns gerne auseinandersetzen.

Mitmachen90%
Kreativität87%
Spaß100%

Direkt

Anmeldung

Nutzt unser Anmeldeformular und sichert Euch einen der limitierten Teilnehmerplätze.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt auf 300 Personen.
Altes Wissen

Vermittlung von fast verlorengeganenem Wissen

Alte Tradition

Bewahrung tradioneller Handwerkskünste

Neues Leben

Altes Können heute wiederbelebt

Unsere Motivation

Aus Liebe zum Handwerk & zur Tradition